Donnerstag, den 26. September 2024 um 16:00 Uhr im King-Haus, Bohoeffer Strasse Film: „Folterkeller im Wohnquartier“ mit anschließenden Gespräch mit anwesenden Nachfahren von Zeitzeugen
I
Zum Film:
Anfang 1933: Die frisch an die Macht gekommenen Nationalsozialisten überziehen Deutschland mit einer beispiellosen Terrorwelle. Politische Gegner verschwinden ohne Prozess, auf unbestimmte Zeit, in Folterkellern, die schnell zu einer frühen Form von Konzentrationslagern werden. Die Schreie der Gefolterten wehen zu den Wohnungen der Anwohner hinüber. „Das war auch Teil der damaligen Strategie und Taktik, dass der frühe nationalsozialistische Terror vor allen Augen stattfinden sollte“, sagt die Historikerin Irene von Götz. Eines davon: Die Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Zwischen März 1933 und August 1934 wurden 5.600 Menschen dorthin verschleppt und gefoltert, etwa 40 von ihnen begingen Selbstmord oder wurden ermordet. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Zeitzeugen.
Nach dem sehr schweren Verlust unserer langjährigen Vorsitzenden und Sprecherin Regina Elsner. Haben wir einen neuen Ortsvorstand gewählt. Der neue Vorstand hat 5 Mitglieder, welche folgende Positionen einnehmen:
Am 10.04.2024 begannen wir im Rahmen „Tag und Nacht der Toleranz“, der jährlichen Veranstaltungsreihe in Hoyerswerda für Toleranz, Engagement gegen Rechtsextremismus sowie Diskriminierung und für Weltoffenheit unsere Ausstellung „Lichter im Dunkel“
Die Ausstellung befasst sich mit Texten und Bildern mit dem Leben jüdischer Mädchen und Frauen in der Zeit der Shoah und des Holocaust.
Sie gibt sehr einen wertvollen Einblick der damaligen Verhältnisse für Juden im sogenannten „3. Reich“ und der Repressalien, welchen diese Bevölkerungsgruppe ausgesetzt waren wieder.
Dank dem Kulturamt Radebeul und Yad Vashem konnten wir diese Ausstellung nach Hoyerswerda bringen.
Die Kulturfabrik (Kufa) Hoyerswerda stellte uns dankenswerter Weise den Ausstellungsraum zu Verfügung, auch hierfür gilt unser Dank.
Die Ausstellung wird vom 10.04.2024 bis zum 17.04.2024 von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr regelmäßig zu sehen sein.
Regina Elsner verstarb nach einer langen und schweren Krankheit am 25.02.2024.
Nachruf
Wir nehmen zu früh in tiefer Trauer Abschied von unserer Kameradin
Regina Elsner
„Regina Elsners Leben hat sich vollendet. Das klingt so wie abgeschlossen – ist es aber nicht. Es war und ist bemerkenswert, was diese Frau in Gang gesetzt und mit vielen Mitstreitern (m,w,d) über Jahre bewegt hat.“ (Zeitzeuge Charles Melis)
Regina hat im Verband ideenreich, mit hohem Engagement, fordernd und konsequent in verantwortlichen Funktionen alles unternommen, um den „Schwur von Buchenwald“ umzusetzen. Ehrendes Gedenken heißt, unseren Weg in Reginas Sinn weiterzuführen.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt ihren den Angehörigen.
Am 18.02.2024 findet in Dresden der nächste Mahngang statt. Der „Critical Walk“ wird jedes Jahr zur Zeit des Gedenkens an die Luftangriffe auf Dresden zwischen dem 13.02.1945 und dem 15.02.1945 durchgeführt. Vor allem durch rechte Kräfte wird genau dieser Tag aber als „Opfertag“ stilisiert. Wobei das Grundnarrativ darin liegt, dass es ein grund- und sinnloser anglo- amerikanischer Angriff auf eine unschuldige Stadt am Ende des Krieges war.
Der „Täterspuren“ Gang zeigt immer wieder auf, dass die Großstadt Dresden nicht wirklich unschuldig (weder kriegspolitisch, kriegsindustriell noch im menschlichen Bereich oder Allgemeinpolitisch) war.
So wird der jetzige Mahngang beschrieben:
„…Der Mahngang „Täter*innenspuren“ 2024 befasst sich dieses Jahr mit ausgewählten Handlungsfeldern Sozialer Arbeit im Nationalsozialismus. Dabei untersuchen wir die Ziele der Einrichtungen und Mitarbeiter*innen, betrachten die damit verbundenen Ausgrenzungen von Menschen, erörtern einige Methoden der Arbeit und blicken auf die gesellschaftliche Funktion der NS-Wohlfahrt in Dresden…“
Also falls jemand am 18.02.2024 die Zeit findet und sich für Hintergründe interessiert, gegen rechte und überholte Propaganda ist. Ist dieses Datum sehr zu empfehlen.
Am Sonntag, den 28.01.2024 fanden die Kundgebungen und die Demonstration zu dem obigen Titel statt.
Zuerst trafen sich die Teilnehmer auf dem „Lausitzer Platz“, dort fand die erste Kundgebung statt. Nach Schätzungen waren es hier bis zu 1000 Menschen.
Mehrere Redner waren zur ersten Kundgebung anwesend, so der Pfarrer i.R. Herr Gregor, Antje Naumann von den Grünen Hoyerswerda, Grit Lemke (Schriftstellerin und Filmemacherin), Dawid Statnick (Domowina) und unser 1. Sprecher des VVN-BdA Sachsen Silvio Lang.
Silvio Lang hielt eine gute und für manche auch kontroverse Rede, die sich auf das gesamte Spektrum des Geheimtreffens in Potsdam und sich auf die Ursachen des Erstarkens der AfD bezog. Nicht zu kurz kam auch das Erinnern was passiert, wenn solche Parteien, wie die AfD stark werden und an die Macht kommen. Als Beispiel hierfür diente die Geschichte um Willy Blum „Das Kind auf der Liste“. Worüber ein Gymnasium unserer Stadt innerhalb des Projekts „Wider das Vergessen“ einen Forschungsauftrag absolvierte und erfolgreich abschloss.
Nach den Redebeiträgen zogen die Menschen in Form einer Demonstration in die Altstadt von Hoyerswerda auf den Markt, wo die Kundgebung mit weiteren Reden den Abschluss fand. Hier waren die Redner unser Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh, Frank Hirche (CDU), Alex Heer (Jugendklub „Postkosmos“) und Franz Bleck (Jugendstadtrat Hoyerswerda).
Organisiert hat die Kundgebung und Demonstration Berit Koch (Grüne Hoyerswerda) und Antje Naumann (Grüne Hoyerswerda) im Rahmen der Zivilcourage Hoyerswerda.
Die Aktion fand breite Unterstützung bei vielen Organisationen, Vereinen, Parteien und Veranstaltern.
Besonders können wir der Kufa Hoyerswerda und der Lausitzhalle Hoyerswerda für die Bereitstellung der Tontechnik dankbar sein. Außerdem organisierte die Kufa über das „Cafe Auszeit“ für das Ende der Kundgebung einige große Behälter warmen Tees, da es gegen Abend jahreszeitgemäß sehr frisch wurde.
Antje Naumann und Berit Koch moderierten vorbildlich und souverän die Veranstaltung.
Am Ende bleibt noch ein großer Dank an die Veranstalter und den Teilnehmern zu sagen!
DANKE!!!
Lausitzer PlatzSilvio LangPfarrer i.R. GregorAuf dem Weg zum MarktDemozug zum MarktAuf dem MarktRedner und Organisatoren
Unter diesem Moto ruft die Zivilcourage Hoyerswerda, zu deren Unterstützern auch der VVN-BdA Hoyerswerda gehört, zu einer Demonstration und Kundgebung am 28.01.2024 in Hoyerswerda auf!
Beginnen wird diese Aktion auf dem Lausitzer Platz um 15:00 Uhr und enden auf dem Markt in der Altstadt von Hoyerswerda.
Es werden viele Redner zu den Kundgebungen erwartet, welche auch durch die Organisatoren eingeladen wurden.
Für den VVN-BdA erwarten wir Silvio Lang den 1. Sprecher des VVN-BdA Sachsen.
Aus der vorläufigen Pressemitteilung des Bündnisses „Zivilcourage- Hoyerswerda“ (Auszüge):
„…Die Initiative Zivilcourage Hoyerswerda ist ein Bündnis aus engagierten Mitbürger/innen sowie Vertreter/innen von Institutionen, Organisationen und Vereinen, deren Ziel es ist, gemeinsam ein breites bürgerschaftliches Engagement in Hoyerswerda aufzubauen. Die Initiative setzt sich für ein friedliches und vielfältiges Zusammenleben in der Stadt ein und wendet sich gegen jede Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt.
Die Demonstration ist eine Reaktion auf die Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein konspiratives Treffen von Rechtsextremisten und AfD-Politiker/innen, die politische und ethnische Säuberungen in Deutschland forderten. Die Initiative Zivilcourage Hoyerswerda verurteilt diese menschenverachtenden Positionen und fordert die demokratischen Kräfte in der Stadt und im Land auf, sich klar davon zu distanzieren.
Die Demonstration ist Teil einer bundesweiten Protestwelle gegen Rechtsextremismus und die AfD, die in den letzten Wochen in zahlreichen Städten stattgefunden hat. Die Initiative Zivilcourage Hoyerswerda solidarisiert sich mit allen Menschen, die für Demokratie, Menschenrechte und Solidarität eintreten und sich gegen Hass und Rassismus stellen.…“
Die VVN-BdA Hoyerswerda freut sich auf eine rege Teilnahme der demokratisch gesinnten Bürger unserer Stadt bei dieser Aktion.
Am Wochenende (20.01.2024-21.01.2024) fanden Deutschlandweit unzählige Demonstrationen gegen Rechts und für den Erhalt der unserer demokratischen Grundordnung statt. Hunderttausende Menschen nahmen daran teil.
Ursache dafür war eine Reportage von „Correctiv“, in der Pläne für die sogenannte „Remigration“ von Menschen vor allem ausländischer Herkunft diskutiert wurden. Aber nicht nur Migranten sind von diesen Plänen betroffen. Sondern auch Menschen, welche auch schon lange die deutsche Staatsbürgerschaft (gerade die mit doppelter Staatsbürgerschaft) haben, werden in diesen Plänen explizit erwähnt und der Umgang mit Ihnen.
Auch wenn in dieser Konferenz im Landhotel „Adlon“ bei Potsdam der Umgang mit Menschen anderer Herkunft (wie es meistenteils Asylbewerber, Asylanten, Gastarbeiter oder einfach nur Ausländer sind) besprochen wurde.
Ist es zwar nicht vergleichbar mit der Art und Weise wie es vor allem der jüdischen Bevölkerung und anderer Minderheiten (aber auch Andersdenkenden) zur Zeit der Naziherrschaft ergangen ist.
Aber unserer Meinung nach, der erste Schritt in eine menschenverachtende, unsoziale und undemokratische Richtung, die am Ende in eine Diktatur führt, welche wir abgelegt glauben zu haben.
Maßgeblich bei dieser Konferenz im Landhotel „Adlon“ waren Mitglieder der AfD, der „Werteunion-CDU“ und der Gründer der „Identitären Bewegung“ Martin Sellner, also Teile der rechten Elite und neokonservative Protagonisten beteiligt. Den vollständigen Artikel und weiterführenden Informationen findet man auf:
Genau dieses führte am Wochenende hunderttausende Menschen in vielen Städten und Regionen der BRD auf die Straße.
Um ein Zeichen gegen Rechts und für die Demokratie zusetzen!
Die massenhafte Teilnahme der Bevölkerung bei den Demonstrationen in unserem Land erfüllt uns mit Stolz und Respekt und hinterlässt bei vielen von uns (nicht nur in der VVN-BdA) ein gutes Gefühl der Hoffnung und Zuversicht gegenüber dem Erhalt der Demokratie, Menschlichkeit und Freiheit.
Wir, der VVN-BdA Hoyerswerda, unterstützen diese Demonstrationen im Rahmen unserer Möglichkeiten. Vor allem bei den Kundgebungen in Dresden und Leipzig haben wir vor allem logistisch unterstützt.